Hauptstufe

Wer bei uns lernt und wo Sie uns finden

Die Schüler*innen der Hauptstufe sind zwischen 9 und 15 Jahre alt. Wir haben derzeit 8 Hauptstufenklassen an der Bodelschwinghschule. Am Stammhaus in Möhringen werden 3 Klassen und an der Außenstelle Römerstraße werden ebenfalls 3 Klassen unterrichtet. Zwei weitere Klassen sind als kooperative Organisationsform (früher Außenklasse) am Wilhelms-Gymnasium in Stuttgart-Degerloch untergebracht.

Klassengröße:              7-8 Schüler*innen   
Schuljahre:                    5. - 9. Klasse

Was uns wichtig ist

Grundlagen des Unterrichts sind folgende Leitgedanken:

Die Schüler*innen begreifen sich als individuelle Persönlichkeiten mit Stärken, Schwächen und Bedürfnissen und gehen damit in Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt.

Die Schüler*innen werden unabhängiger von ihren Bezugspersonen und übernehmen mehr Verantwortung.

Die Schüler*innen beginnen Schlüsselqualifikationen für spätere Arbeitsbereiche zu entwickeln.

Die Schüler*innen bewegen sich zunehmend selbstständig im öffentlichen Raum.

Die Voraussetzung für Lernen ist, dass die Lerninhalte den jeweiligen Bedürfnissen der Schüler*innen angepasst werden. Dieser Anforderung des Bildungsplans werden wir u.a. dadurch gerecht, dass wir bei der Vermittlung unserer Bildungsinhalte auf eine dem Jugendalter gemäßen Umsetzung und Themenauswahl achten. Neben einem breiten Fächerkanon – wie an allen allgemeinbildenden Schulen – liegen die Schwerpunkte des Unterrichts in der Hauptstufe auf:

  • Persönlichkeitsentwicklung begleiten und unterstützen.
  • Individuelle Kompetenzen anbahnen und erweitern.

 

Wie bei uns gelernt wird

Um Schüler*innen Lernen zu ermöglichen, werden die Inhalte individuell aufbereitet und auf vielfältige Weise mit unterschiedlichen Medien angeboten.

Klassenunterricht: offene Unterrichtsformen (z.B. Freiarbeit, Lernen an Stationen, Lerntheke, Projektunterricht), Frontalunterricht und kleinere Lerngruppen.

Klassenübergreifender Unterricht: Sport, Schwimmen, Religion, Ethik, Jugendfarm, Schulkiosk, ausgewählter Fachunterricht wie z.B. Sexualerziehung, Workshops mit allen Hauptstufenklassen (incl. Kooperative Organisationsform).

Einzelförderung (z.B. UK, basale Förderung.)              

Rituale: 14-tägiger Schultreff (Römerstraße), Geburtstagspartys, Verabschiedungen bei Klassen- und Stufenwechsel.

Handlungsorientierung als durchgängiges Prinzip.

Einzelne Kooperationsprojekte zwischen Hauptstufe und Berufsschulstufe (z.B. SMV, „Feld-Wald und Wiese“-Gruppe) sowie mit außerschulischen Partnern, wie z.B. Jugendfarm und anderen Schulen (Gemeinsame Pause).

Beispiele für mögliche Unterrichtsinhalte

Der Unterricht in der Hauptstufe setzt sich aus den Inhalten des aktuell gültigen Bildungsplans für die SBBZs Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung zusammen.

Ausgewählte Inhalte können sein:

Orientierung in der Öffentlichkeit

  • Schüler*innen üben, Wege selbstständig (mit öffentlichen Verkehrsmitteln) zu bewältigen.
  • Schüler*innen üben, Einkäufe (selbstständig) zu tätigen.
  • Schüler*innen lernen öffentliche Einrichtungen kennen und üben sich angemessen in der Öffentlichkeit zu verhalten.
  • Schüler*innen beteiligen sich an der Planung von Lerngängen.

Schulkiosk (in der Römerstraße)

  • Schüler*innen organisieren und führen einen Schulkiosk mit Einkauf, Verkauf und Abrechnung.
  • Schüler*innen üben in Verkaufssituationen u.a. den Umgang mit Geld, Verkaufsgespräche zu führen, mit großem Andrang fertig zu werden, unterschiedliche Rollen einzunehmen. 

Jugendfarm (am Stammhaus)

  • Schüler*innen üben, eine positive Arbeitshaltung in realen Arbeitssituationen zu entwickeln (Schlüsselqualifikationen).
  • Schüler*innen üben, anhand von Plänen zu arbeiten.
  • Schüler*innen üben die Zusammenarbeit mit Mitarbeiter*innen der Jugendfarm (z.B. füttern, misten, Wege freiräumen, Feuer machen).
  • Schüler*innen sorgen für die Tiere der Jugendfarm.
  • Schüler*innen sammeln Erfahrungen beim Reiten.

Kooperation mit anderen Schulen (am Stammhaus)

  • Schüler*innen begegnen sich in der gemeinsamen Pause der Freien Evangelischen Schule, der Margarethe-Steiff-Schule und der Bodelschwinghschule.

Schule als Lebensraum

Schule ist auch Raum für soziales Lernen, Freundschaften werden gepflegt und Konflikte bewältigt.

  • Schüler*innen beschäftigen sich gemeinsam mit altersangemessenem Freizeit- und Bewegungsmaterial.
  • Schüler*innen tauschen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten über ihre Befindlichkeiten aus.
  • Schüler*innen entwickeln und verfolgen eigene Interessen, die sie in die außerschulische Freizeit integrieren können.